Lauter geheimnisse
Lauter geheimnisse
KEIN SCHMUTZ OHNE SYSTEM
Lauter Geheimnisse war eine experimentelle Ausstellung im September 2026, die den Fluss Lauter mittels verschiedener Medien neu erfahrbar machte – überraschend, sinnlich und aus ungewohnten Blickwinkeln. Fünf Exponate erforschten den Einfluss der Lauter auf die Stadt Kaiserslautern, verliehen dem Fluss eine Stimme und machten verschwundene Strukturen sichtbar.
Das Exponat „Kein Schmutz ohne System“ ist eine Reihe aus drei Arbeiten:
„Lauter Geschichte“
„Semiotik einer Stadt“
„Hier im Dunkeln“
Das Schicksal der Lauter bildet den Ausgangspunkt der Arbeit. Der Begriff „Schmutz“ begleitet den Fluss seit der Gründung Kaiserslauterns. Das vom Menschen geschaffene System definiert Schmutz als Materie an einem Ort, an dem sie jemanden oder einen Prozess stört. Die Betrachtung dessen, was als Schmutz gilt, gibt Aufschluss über das System, das ihn ausgesondert hat.
Die vom Stadtarchiv Kaiserslautern zur Verfügung gestellten Dokumente zeigen, wie lange die Lauter bereits mit „Schmutz“ assoziiert wird. Nicht nur die Ursache, sondern auch die Folgen für die Lauter werden anhand der exemplarischen Auszüge deutlich.
Symbole sind immer mit Bedeutung verbunden. Diese ergibt sich aus (sozialer) Interaktion. Menschen handeln Dingen gegenüber auf der Grundlage der Bedeutung, die diese Dinge für sie besitzen.
„Semiotik einer Stadt“ dokumentiert die unterschiedlichsten Symbole einer Stadt und lädt die Betrachter dazu ein, ihre Bedeutung zu reflektieren.
Alle Fotografien wurden im Jahr 2026 in Kaiserslautern aufgenommen. Keines der Bilder wurde inszeniert. Jede Fotografie ist lediglich eine Momentaufnahme.
Der experimentelle Kurzfilm „Hier im Dunkeln“ eröffnet einen emotionalen Perspektivwechsel durch die subjektive Erzählung zweier Individuen, die stellvertretend für unzählige ihrer Art stehen.
Alle Aufnahmen entstanden 2026 in Kaiserslautern.
Rauminstallation im Rahmen der Ausstellung.